Schwerpunkt · Konfliktklärung

Klärung statt Schönreden.

Wenn ein Konflikt das Team blockiert, auf Sach- oder Beziehungsebene. Vertrauliche Einzelgespräche, moderierte Aussprache, klare Vereinbarung. So lange, bis es trägt.

Laura Marinello in einer Konfliktklärung am Sitzungstisch
Aufwand
2–4 Tage
Zeitraum
4–8 Wochen
Vertraulichkeit
Schweigepflicht, auch danach
Ergebnis
Wieder arbeitsfähig
Erkennst du dich wieder?

Vier Situationen, in denen Klärung trägt.

Zwei Schlüsselpersonen reden nicht mehr direkt.

Kommunikation läuft nur noch über E-Mail oder über Dritte. Was nicht ausgesprochen wird, vergiftet jede Sitzung.

Ein Konflikt blockiert das Team seit Monaten.

Was als Sachthema begann, ist längst persönlich geworden. Produktivität sinkt, gute Leute schauen sich woanders um.

Ein Vorfall steht ungeklärt im Raum.

Eine Eskalation in einer Sitzung, eine Grenzüberschreitung, ein Vertrauensbruch, nie wirklich besprochen, nie wirklich verarbeitet.

Krankmeldungen häufen sich, und alle wissen, warum.

Niemand spricht es aus, aber alle spüren es. Wer nicht ausweichen kann, wird krank. Wer wegkann, geht.

Was passiert, wenn der Konflikt liegen bleibt

Drei Risiken, die ich häufig sehe.

Leistungsträger gehen still.

Wer kann, sucht das nächste Umfeld. Die Kündigung kommt überraschend, aber die Entscheidung ist meist seit Monaten gefallen.

Aus Sachthema wird Beziehungsdauerfehde.

Was eine fachliche Differenz war, wird zur persönlichen Frontstellung. Auflösbar wäre es gewesen, jetzt prägt es die Kultur.

Das ganze Team taktet sich auf Vermeidung.

Sitzungen werden seichter, Entscheidungen werden vertagt, Themen werden umschifft. Niemand will der Auslöser sein, also passiert nichts.

Mein Ansatz

Drei Prinzipien, die meine Arbeit tragen.

01

Erst zuhören, dann zusammensetzen.

Bevor moderiert wird, höre ich jeder Seite einzeln zu. Vertraulich, ohne Druck. So wird klar, was wirklich auf dem Tisch liegt, und was nicht.

02

Sachebene von Beziehungsebene trennen.

Konflikte sind selten nur fachlich. Sie zu sortieren, was ist Sache, was ist Beziehung, ist meist die halbe Lösung.

03

Vereinbarung statt Versöhnung erzwingen.

Niemand muss sich wieder mögen. Es reicht, dass eine klare Vereinbarung steht, wie zusammengearbeitet wird, und dass sie hält.

Wie ich vorgehe

Drei Schritte.

  1. Vertrauliche Einzelgespräche

    Ich höre jeder beteiligten Seite einzeln zu. Vertraulich, ohne dass die andere Seite mithört. So wird klar, was wirklich auf dem Tisch liegt, und was den Konflikt am Leben hält.

  2. Klärungsgespräch unter Moderation

    Ich bringe die Beteiligten zusammen, strukturiere das Gespräch, sorge für Sicherheit auf beiden Seiten und stelle die Fragen, die nicht ausgesprochen wurden.

  3. Vereinbarung und Nachhalten

    Wir vereinbaren konkret, wie es weitergeht. Vier bis sechs Wochen später ein Folgegespräch zur Überprüfung: Was hält, was nicht, und was braucht es zusätzlich?

Input & Ergebnis

Was du mitbringst
und was daraus wird.

Du bringst mit Du bekommst

Grundsätzliche Bereitschaft aller Beteiligten, an einer Klärung mitzuwirken.

Vertrauliche Einzelgespräche, in denen alles gesagt werden darf.

Offenheit dafür, dass die Wahrheit unbequem sein darf.

Eine strukturierte Moderation, die Sicherheit auf beiden Seiten herstellt.

Zwei bis vier Tage verteilt über vier bis acht Wochen.

Eine tragfähige Vereinbarung, schriftlich, konkret, überprüfbar.

Realistische Erwartungen: nicht jede Klärung endet in Harmonie.

Ein Folgegespräch nach vier bis sechs Wochen, was hält, was nicht?

Laura Marinello, Organisationsberaterin und Coachin
Mit wem du arbeitest

Laura Marinello

  • 20 Jahre Führungserfahrung in KMU und öffentlicher Verwaltung
  • Ausgebildete Organisationsberaterin und systemische Coachin
  • Vor Ort in Bern, auch in der Romandie und Deutschschweiz
Mehr über mich
Häufig gefragt

Antworten auf die Fragen, die meist zuerst kommen.

Was, wenn eine Seite nicht mitmachen will?

Dann funktioniert Klärung nicht. Im Erstgespräch klären wir, ob die Bereitschaft auf beiden Seiten grundsätzlich vorhanden ist, sonst empfehle ich einen anderen Weg.

Ist das wie Mediation?

Ähnlich, aber pragmatischer. Mediation arbeitet stark formalisiert; ich arbeite näher an der Organisationsrealität, und benenne offen, was ich sehe.

Wie vertraulich sind die Einzelgespräche wirklich?

Vollständig. Was du mir im Einzelgespräch sagst, wird nie ohne deine Zustimmung an die andere Seite oder an Vorgesetzte weitergegeben, auch nicht nach Abschluss.

Was, wenn die Klärung ergibt, dass jemand gehen muss?

Auch das ist Klärung. Manchmal ist die ehrliche Erkenntnis, dass eine Konstellation nicht mehr trägt. Dann begleite ich auch diesen Schritt sauber und respektvoll.

Wie schnell kannst du einsteigen?

In der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen. Bei akuten Eskalationen, in denen Stillstand droht, oft auch schneller, bitte im Erstgespräch direkt ansprechen.

Konflikt, der gelöst werden muss?

Schreib mir kurz, worum es geht – vertraulich, Antwort innert zwei Werktagen.